Blickschulung
Lerne dein Pferd zu lesen und werde zum unabhängigen Beobachter!
DAS ERWARTET DICH IM KURS
Eigne dir einen unabhängigen Wissensschatz an, den du auf jedes Pferd anwenden kannst.
Übe an verschiedenen Fallbeispielen und erkenne den Unterschied zwischen Physiologie und Kompensation.
Grundlagen
Warum ist Blickschulung so wichtig ?
- Verschleißende Muster erkennen
- Rechtzeitig gegensteuern und größeren Schaden beheben
- Gesundheit erhalten - Prophylaxe ist die beste Therapie!
- Sich unabhängig sein eigenes Bild machen. Wissen schützt!
Das Ziel: Gesundheit durch physiologische Abläufe
physiologisch = den natürlichen Lebensvorgängen entsprechend , sprich alles was von Natur aus gegeben ist, sollte möglich sein!
Kompensation: Ausgleich einer verminderten Leistung eines Körperteils durch eine gesteigerte Leistung anderer Körperteile ⟶ kurzfristig überlebenswichtig, langfristig pathologisch, verschleißend
Wir möchten bei alldem kein Bodyshaming für Pferde betreiben 😉
Es geht nicht darum, nur noch Fehler bei unseren Pferden zu suchen. Diese Herangehensweise würde nämlich negativen Einfluss auf die Beziehung nehmen. Vielmehr möchte ich eine möglichst objektive Bestandsaufnahme mit Fokus auf die unzähligen Möglichkeiten nehmen, die einem dadurch geboten werden. Tipp für den Alltag: Für jedes Detail, das dir erstmal negativ auffällt, finde auch eine positive Sache, die du schätzt <3
Wichtig
- Beobachtungen im Stand UND in der Bewegung?
- Seitenunterschiede?
- Momentaufnahme oder regelmäßige Beobachtung?
- Nach Sehen kommt Fühlen: Spürst du Verspannungen, Knubbel, Platten, Schmerzempfindlichkeiten?
- Das große Ganze nicht vergessen: Wirkt es harmonisch?
- Gesamteindruck: Wirkt dein Pferd zufrieden, ängtslich, gestresst, schmerzhaft?
Weitere Tipps
Anatomische Besonderheiten
Der Mensch hat das Schlüsselbein als knöcherne Verbindung zwischen Rumpf & Armen.
Das Pferd hat das nicht! Hier gibt es nur eine sog. thorakale Muskelschlinge (v.a. wichtig: M. serratus ventralis) als Verbindung zwischen Rumpf und Vorderbeinen.
Die verschiedenen Körpertypen
Das myofaszial fitte Pferd im Stand
- freier, getragener CTÜ
- offener Ganaschenwinkel
- frei bewegliches Schulterblatt
- getragener Rumpf
- ebenmäßige Rückenlinie
- entspanntes Knie
- harmonische Lendenpartie
- individuelle korrekte Achsen und Ebenen
Das myofaszial fitte Pferd in Bewegung
- dynamisch
- Energiefluss von hinten nach vorne
- positiver Spannungsbogen
- gerade gerichtet und aufgerichtet
- getragen
- Bergauftendenz
Das Pferd in myofaszialer Dysbalance im Stand
- CTÜ komprimiert
- verkürzte Oberlinie
- Schulterblattstrukturen fixiert
- Rumpf nicht getragen
- Bergabtendenz
- Hinterbeine unter den Körper geparkt
- Lende fest und oft aufgewölbt
- keine korrekten Achsen (zB Rückständigkeit)
Das Pferd in myofaszialer Dysbalance in Bewegung
- unrund, holprig, stakselig
- kein Energiefluss, kein Zug(Aufspannen an die Verbindung
- Bergabtendenz
- kein Abdruck vom Hinterbein in den Körper
Kompensations muster
Der Mensch hat das Schlüsselbein als knöcherne Verbindung zwischen Rumpf & Armen.
Das Pferd hat das nicht! Hier gibt es nur eine sog. thorakale Muskelschlinge (v.a. wichtig: M. serratus ventralis) als Verbindung zwischen Rumpf und Vorderbeinen.
Analyse anhand eines Fallbeispiels
- Rumpf nicht getragen
- Bergabtendenz
- CTÜ komprimiert
- verkürzte Oberlinie
- Schulterblattstrukturen fixiert
- Hinterbeine unter den Körper geparkt
- Lende fest
- keine korrekten Achsen (z.B.
Rückständigkeit)
- getragener Rumpf
- Bergauftendenz
- freier, getragener CTÜ
- mehr dorsale Länge
- freies, bewegliches Schulterblatt
- entspanntes Knie
- offener Ganaschenwinkel
- harmonische Lendenpartie
- individuelle korrekte Achsen und Ebenen
- Rumpf nicht getragen
- Bergabtendenz
- verkürzte Unterhalsstrukturen
- verkürzte Oberlinie
- Schulterblattstrukturen fixiert
- kein Abdruck vom Hinterbein
- Lende fest
- kein Zug/Aufspannen an die
Verbindung
- getragener Rumpf
- Bergauftendenz
- mehr dorsale Länge
- freies, bewegliches Schulterblatt
- offener Ganaschenwinkel
- freier Energiefluss
- dynamisch
- harmonische Lendenpartie
- Aufspannen an die Verbindung
1. Vorbereitung und Grundlagen
Herantreten und Kontaktaufnahme
Nimm vorsichtig Kontakt zu deinem Pferd auf, ohne es zu überfallen und checke die Spannungslage, den derzeitigen Tonus, Fokus und die Kommunikation.
Zusammen antreten
Stimme nun deine eigene Energie und deine Körpersprache auf dein Pferd ab, um mit ihm gemeinsam anzutreten. Dabei kannst du gleich die Reaktion auf die vorwärtstreibende Hilfe überprüfen.
Klappt das gut, versuche nun dasselbe mit deiner Hand am Pferd. Darfst du es überall anfassen und wie reagiert es darauf?
Stop & Go
Überprüfe die Reaktion des Pferdes auf die vorwärts treibende Hilfe, sowie das Anhalten. Checke dabei selbst wieder deine eigene Energie und Körperhaltung/-drehung.
Pendelbewegung & Biegung
Spüre erst einmal in die natürliche Bewegung und bleibe passiv. Kippt dir dein Pferd auf einer Seite mehr nach innen/außen oder hält es gut die Balance?
Nutze dann die Pendelbewegung gezielt um das Pferd zu bewegen. Wann kannst du welches Bein ansteuern? Wohin kannst du mehr pendeln, um dein Pferd in Balance zu bringen?
Tipp: Fühlst du dich wohl dabei, schließe gerne die Augen, um noch bewusster wahrnehmen zu können.
2. Das Lösen - Die Theorie
Was soll denn eigentlich
gelöst
werden?
Hier sprechen wir von Strukturen, die zu fest (=hyperton) bzw. wenig verschieblich sind, sich verkürzt haben und dadurch zu einer Einschränkung des physiologischen Bewegungspotentials führen (= Kompensationen).
Eine Kompensation
…ist vereinfacht gesprochen ein Ausgleich. Zum Beispiel, weil eine Struktur ihre Aufgabe nicht übernimmt, springen andere Strukturen dafür ein. Das ist übrigens ein überlebenswichtiger, natürlicher Vorgang! Kurzfristig ist das auch nicht weiter schlimm.
Besteht eine Kompensation allerdings über einen längeren Zeitraum, können die kompensierenden Strukturen Schaden nehmen. Daher ist es wichtig zu wissen, ob und wo das Pferd kompensiert, um gezielt unterstützen zu können.
Online Kurs "Blickschulung"
Lerne dein Pferd lesenIn diesem Kurs gebe ich dir einen kleinen Überblick über Strukturen, die häufig betroffen sind. Allerdings ist jedes Pferd individuell zu betrachten!
Du möchtest mehr darüber erfahren und Kompensationsmuster gezielt erkennen können? Dann schau in den Online Kurs Blickschulung rein!.
Oder du möchtest dein Pferd individuell analysieren lassen und ganz gezielt daran arbeiten? Dann ist das Intensivcoaching etwas für dich!
Bewegermuskulatur ist gemacht für An – und Abspannen. Muss ein Bewegungsmuskel allerdings kompensatorisch Haltearbeit (=Stabilisierung) übernehmen, hypertonisiert er und dann sprechen wir umgangssprachlich von einer Verspannung.
Die
Grundregeln
zum Lösen
- So wenig wie möglich, so viel wie nötig!
Achte auf deine Druckintensität. Beginne immer mit der sanftesten Stufe und steigere dich langsam. Dadurch, dass wir an Verspannungen arbeiten, befinden wir uns manchmal im Schmerzbereich. Es geht nur MIT dem Pferd. Wir möchten es nicht in eine Abwehrhaltung (= Schutzspannung) bringen.
- Stelle deine Frage zu Ende!
Nach dem „Pressure-Pressure-Release-Prinzip“ wartest du geduldig auf die entsprechende Antwort des Pferdes und passt den Druck ggf. an. Bekommst du die gewünschte Reaktion, nimmst du den Druck weg. So lernt das Pferd mit der Zeit, welche Lösung es zeigen soll. Hierbei sind dein Timing und Kontinuität wichtig. Erst Ansteuerung, dann Routine!
- Druck ist nicht per se negativ!
Denk an zB eine Massage oder Druck in Form von positivem Stress (=Eustress). Druck ist nötig für Weiterentwicklung und Veränderung. Es kommt dabei nur auf die Dosis und den gelernten Umgang mit Druck an.
- Der Dimmschalter bzw das Topfschlagen
Gehe bewusst mit Druck um, bzw. dimme die Intensität, wie mit einem Schalter. Reagiert dein Pferd in die richtige Richtung, reduziere den Druck. Erhöhe vorsichtig im entgegengesetzten Fall. So kannst du über die Intensität mit deinem Pferd kommunizieren. Eine andere Metapher hierzu wäre das Spiel „Topfschlagen“ vom Kindergeburtstag.
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